• Ansprechpartner, Andreas Winzer, Florian Smola

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    Kinderorthopädie
    Andreas Winzer
    +49 (0) 851 93143-18
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    Florian Smola
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Kinderorthopädie

In unserer kinderorthopädischen Fachabteilung betreuen wir Kinder und Jugendliche mit angeborenen oder erworbenen Deformitäten und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Unser spezielles Wissen und die jahrelange Erfahrung ermöglichen es uns, auch schwierigste und komplexeste Versorgungen mit einem für Patient, Eltern, Arzt und Therapeuten bestmöglichen therapeutischen Ergebnis abzuschließen.
Ein wichtiger Aspekt der technischen Kinderorthopädie ist, dass sowohl der Entwicklung, dem Behandlungsfortschritt und natürlich auch dem Wachstum des Kindes, höchste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ein Garant dafür, ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit unseres Hauses mit Kinderorthopäden, Kinderärzten, Sozialpädiatrischen Zentren, Frühförderung und Therapeuten.
Unsere Reha-Kind-Fachberater stehen für höchste Versorgungsqualität, von der technischen Kinderorthopädie, über rehatechnische Versorgungen bis hin zum Reha-Sonderbau.

Viele Erkrankungen des muskulären und skelettären Bewegungsapparates, machen eine orthopädie-technische Kinderversorgung notwendig, z.B.:

Untere Extremität:

  • Spitzfuß
  • Klumpfuß
  • Knickfuß
  • Sichelfuß
  • Beinverkürzung
  • Fehlstellungen des Kniegelenks (Genu varum, Genu valgum)

Hüfte:

  • Hüftdysplasie
  • Hüftkopfnekrose (Morbus Perthes)
  • Hüftluxation

Wirbelsäule:

  • Idiopathische Skoliosen (seitliche Verkrümmung(en) der Wirbelsäule)
  • Kyphosen z. B. Morbus Scheuermann (Rundrücken)
  • Angeborene oder erworbene Querschnittslähmungen
  • Spina bifida (Spaltwirbel oder auch offener Rücken genannt)

Sonstige Erkrankungen des Bewegungsapparates:

  • bakterielle oder rheumatische Gelenk- und Knochenentzündungen z.B. Ostitis (Knochenentzündung)
  • Muskeldystrophie z.B. Morbus Duchenne (Degeneration der Muskulatur oder auch Muskelschwund genannt)
  • Spastiken (Krampfanfälle der Skelettmuskulatur, meist nach Hirn- oder Rückenmarksschädigung)
  • Rachitis (Mangelerkrankung während des Knochenwachstums)
  • Tumorerkrankungen der Knochen oder Muskulatur
  • Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit)

In der Fertigung unserer passgenauen Orthesen finden modernste Materialien wie Carbon, Silikon, Titan und superleichte Kunststoffe Verwendung, diese gepaart mit bunten Farben und abwechslungsreichen Mustern sorgen bei unseren jungen Patienten für größte Akzeptanz und besten Tragekomfort.


Unser Leistungsspektrum – für die Mobilität Ihres Kindes:

  • zwei zertifizierte Reha-Kind-Fachberater
  • Spezialisten für Skolioseversorgungen (Cheneau-Korsett)
  • zertifizierter Versorgungspartner für GPS-Orthesen
  • zertifizierter Silikon-Qualitätspartner z.B.
  • zur Erstellung von Silikon Unterarm-Handorthesen
  • zur Erstellung von Silikon Knöchel-Fußorthesen
  • zertifizierter Versorgungspartner für Nancy-Hylton-Orthesen
  • zertifizierter Versorgungspartner für propriozeptive Einlagenversorgungen
  • Hausbesuche

Unser Sortiment

  • Sitzschalen

    Sitzschalen

    Wir bauen keine Sitzschalen im 08/15 Baukastensystem. Jede von uns gefertigte Sitzschale ist ein Unikat und individuell auf die Bedürfnisse und das Krankheitsbild des zu versorgenden Patienten abgestimmt.
    Sitzschalen unterstützen die anatomische Sitzhaltung, sie kompensieren Sitzfehlstellungen und/oder –instabilitäten, sie geben Halt, aber lassen dem Patienten so viel Freiheit seine Umwelt sensorisch zu erfassen.

    Deshalb gilt gerade beim Sitzschalenbau der Grundsatz, „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“.

    Wir fertigen deshalb Sitzschalen für unsere Patienten nach einem individuellen Vakuumabdruck. Der Korpus wird aus einer auch nachträglich verstellbaren Aluminiumkonstruktion gefertigt, um auch später Wachstumsschübe und Behandlungsfortschritte zeitnah in unserer Werkstatt für Reha-Sonderbau, ausgleichen zu können. Die Weichbettung des Körpers erfolgt z. T. im Mehrschichtverfahren mit  sogenannten „intelligenten“ Kunststoffen, somit können auch sensible Bereiche vor Druckstellen geschützt werden. Die Sitzbezüge aus fröhlichen Mustern und bunten Farben runden das Bild einer fachlich professionellen Versorgung ab, die bei Kindern, Eltern und Therapeuten gleichermaßen auf hohe Akzeptanz und Anerkennung stößt.

    Der Sitzschalenbau ist die Arbeit von Spezialisten, denn bereits wenige Millimeter können entscheidend sein für Therapieerfolg oder Misserfolg. Die passgenaue Stabilisierung von Becken und Rumpf, sowie die Fixierung der Beine, führen meist zu einer gesteigerten Kontrolle von Kopf und Rumpf.
    Durch die neu gewonnene physiologische Sitzposition erreichen wir eine Erhöhung der Vitalfunktionen in denen Atmung und Verdauung erleichtert und die sensomotorischen Fähigkeiten unterstützt werden.

    Was vorher oft für unmöglich gehalten wurde, wird nach einer Sitzschalenversorgung und dem entsprechenden therapeutischen Training oft zur Realität:

    • die Bedienung von manuellen und elektrischen Rollstühlen
    • die Benutzung von Essbestecken
    • die Bedienung von Kommunikationshilfen
    • eine Erhöhung der Kontrolle von Mimik, Gestik und Sprache

    Die von uns gefertigten Sitzschalen sind mit allen handelsüblichen Untergestellen adaptierbar.

  • Orthesen

    Orthesen

    untere Extremität

    Sprunggelenksorthese
    Diese Orthese, wird aus sehr leichtem und dünnem ThermoLyn® Polypropylen Copolymer, im Unterdruckverfahren gefertigt. Der Einsatzbereich dieser Orthese sind starke Knickfüße sowie Klump- und Sichelfüße mit einer sehr geringen Spitzfußbeteiligung. Die knöchelübergreifende Ausführung ermöglicht eine sehr gute Korrektur des Fußes sowie des unteren Sprunggelenks und führt zu einer sehr guten Stabilisierung des gesamten Knöchelbereichs.

    Unterschenkelorthesen
    Diese ebenfalls aus Kunststoff oder Carbon gefertigten Orthesen finden ihr Einsatzgebiet dann, wenn die Spitzfußkomponente in die Korrektur der Fußfehlstellungen mit einbezogen werden soll. Um eine langfristige Korrektur des Spitzfußes zu erreichen muss bei diesen Orthesen eine Funktionseinschränkung des Sprunggelenkes vorgenommen werden. Die Plantarflexion (Beugung) des Sprunggelenkes wird eingeschränkt, die Dorsalextension (Streckung) je nach motorischer Einschränkung freigegeben, um somit einen annähernd physiologischen Bewegungsablauf zu ermöglichen.

    Oberschenkelorthesen
    Oberschenkelorthesen finden Anwendung bei Hüftgelenkserkrankungen  (Hüftdysplasie oder Hüftkopfnekrose) bei denen eine Entlastung des Hüftgelenks/Hüftkopfes unbedingt erforderlich ist, oder Erkrankungen des Kniegelenkes bei denen es auf die Achsenführung und Stabilitätssicherung ankommt. Diese Orthesen werden hierbei mit Gelenken versehen, die aber je nach Art der Erkrankung mittels eines Sperrmechanismus versteift werden können.

    Reziproke Beckenorthesen
    Diese beckenübergreifenden Orthesen mit Oberschenkel- und Unterschenkelführung ermöglichen mittels eines speziellen Mechanismus vielen querschnittgelähmten Kindern einen aufrechten Gang zu erlernen.
    Die in der Orthese verbauten Gelenke sind gegeneinander frei beweglich und unter Verwendung einer reziproken Mechanik miteinander verbunden.
     

    obere Extremität

    Unterarm-Mittelhandorthese mit oder ohne Fingerführung
    Diese aus weich gepolsterten Kunststoff oder auch aus Silikon gefertigte Orthese fixiert das Handgelenk in Funktionsstellung und ermöglicht dadurch aktives hantieren.
    Mit dem Einschluss der Finger erreichen wir einen positiven Einfluss auf den Muskeltonus und verringern damit die krampfende Fingerbeugung.

    Unterarm-Hand-Quengelorthese
    Durch die Verwendung von statischen und dynamischen Quengelgelenken ist es möglich, das Handgelenk in verschiedenen Stellungen zu fixieren. Durch den sich stetig in der Stärke veränderbaren Dauerzug werden Muskeln gedehnt. Dadurch erreichen wir eine deutliche Erhöhung der Beweglichkeit im Handgelenk, eine Zunahme der Durchblutung und einen Aufbau des Muskelgewebes.


    Rumpforthesen

    Cheneau-Korsett
    Das Cheneau-Korsett ist ein aktives Inspirations-Derotations-Korsett das bei jungen Patienten in der Wachstumsphase eingesetzt wird, die an einer progredienten idiopathischen Skoliose leiden. Das Korsett wird aus einem Polyethylen, nach Gipsabdruck hergestellt. Durch den asymmetrischen Bau des Cheneau-Korsetts, mit Druckpunkten (Pelotten) und gegenüberliegenden Freiräumen (Expansionszonen) wird eine dreidimensionale Derotation der Wirbel vorgenommen. Durch langjährige Erfahrung im Bau von Cheneau-Korsetten und kontinuierliche Schulungen können wir heute auf eine hervorragende Erfolgsquote, bei der Behandlung einer thorakolumbalen Skoliose, verweisen.
    Ein Cheneau-Korsett sollte ausschließlich zur Körperhygiene abgenommen und bis zum Abschluss der Wachstumsphase getragen werden.
    Informieren Sie sich, die Techniker unserer orthopädischen Werkstätte stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

  • Rollstühle

    Rollstühle

    Aktivrollstühle/Adaptivrollstühle

    Freizeit, Schule oder Sport… für jede Aktivität das richtige Modell
    So verschieden unsere jungen Patienten sind, so unterschiedlich sind auch ihre Handicaps. Die Rollstuhlversorgung eines Kindes kann und darf sich heute nicht nach Vorgaben wie eventuellen Lagerbeständen der Kostenträger oder einem möglichst günstigen Preis richten, sondern muss individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kindes ausgerichtet sein wie z. B. Art und schwere der Behinderung, Aktivitätsgrad, Einsatzort, Transportmöglichkeit, usw.
    Des Weiteren stellt sich natürlich auch die Frage, ist das Kind in der Lage den Rollstuhl selbst zu bedienen oder sollte dies über eine mögliche Begleitperson geschehen.
    Wir unterscheiden heute bei manuellen Rollstühlen zwischen Faltrollstühlen und Rollstühlen mit einem starren Rahmen. Rollstühle sind heute wahre Verwandlungskünstler, sie unterstützen die Eigenaktivität des Kindes durch ihre mannigfaltigen Einstellmöglichkeiten. So ist am modernen Rollstuhl heute die Stellung der Antriebsräder im Verhältnis zur Sitzposition ebenso einstellbar, wie die Sitzneigung und die Schwerpunktverteilung innerhalb der Rahmengeometrie.
    Das Zubehörprogramm für diese Rollstühle ist mittlerweile so vielfältig, dass vom einfachen Weichschaum-Sitzkissen bis hin zum individuell gefertigten Sitzsystem alles als Sonderausstattung erhältlich ist.
     

    Elektrorollstühle

    Grenzen überwinden, Freiräume erobern, Selbständigkeit entwickeln
    Auch bei Elektrorollstühlen sind die Bedürfnisse und der Einsatzzweck des Hilfsmittels die Grundvoraussetzungen um Aufbau und Ausstattung bestimmen zu können. Sollte die Eigenaktivität eines Kindes zur Benutzung eines manuellen Rollstuhles nicht ausreichen, so kann ein Elektrorollstuhl für dieses Kind eine neue Dimension der Freiheit und Selbständigkeit bedeuten. Die heute mit Joystick gesteuerten E-Rollstühle sind zwar in erster Linie immer noch Fahrgeräte, mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 15 km/h und einer Reichweite bis zu 35 Kilometern, aber sie können falls benötigt viel mehr. Die elektrische Einstellbarkeit der Sitzfunktion und die Adaptierbarkeit mit einer Sitzschale, sind wohl die am wenigsten spektakulären technischen Highlights. Anders sieht es da bei den alternativen Steuermöglichkeiten des Elektrorollstuhles aus, die vom bereits erwähnten Joystick bis hin zur Mundsteuerung möglich sind.
    Zur absoluten Spitzentechnology gehört aber eindeutig die Umfeldsteuerung, mit ihr ist es möglich Geräte wie Computer, Fernseher, Handy, HiFi-Anlage, automatisches öffnen und schließen von Türen, Kühlschrank usw., zu steuern und so weitestgehend ein Leben zu erlernen, das Grenzen überwindet, Freiräume erobert und an Selbständigkeit fast keine Wünsche offen lässt.
    Informieren Sie sich, die Spezialisten aus unserer Reha-Fachabteilung stehen ihnen gerne beratend zur Seite.
     

  • Reha-Buggys und Reha-Wagen

    Reha-Buggys und Reha-Wagen

    Optimale Positionierung auch für die Kleinsten
    Auch für unsere kleinsten Patienten, führen wir Hilfsmittel, die ihnen die Teilnahme am Alltags-/Familienleben ermöglichen. Die wie herkömmliche Kinderwagen aussehenden Reha-Buggys haben eine Sitz- und Rückenbespannung aus Nylon, einen Beckengurt zur Fixierung und sind für Kinder ab ca. einem halben Jahr, bis fast zum Erwachsenalter einsetzbar.
    Reha-Wagen sind dem Krankheitsbild entsprechend wesentlich flexibler einsetzbar. Sie sind mit einer dem Alter und der Größe des Kindes aufsetzbaren Sitzeinheit ausstattbar. Ihr Einsatzgebiet reicht z.B. von Entwicklungsstörungen, verschiedene Formen des Schädel-Hirn-Traumas, diverse Arten der Muskeldystrophie, allgemein Gehunfähigkeit (z.B. Spina bifida) usw.
    Die Ausstattung eines Reha-Kinderwagens mit Sitz- und Rückenkantelung, wahlweise starren oder beweglichen Lenkrädern und einer mit einem Handgriff abnehmbaren Sitzeinheit gehören heute bereits zum Standard.
    Um eine ständige Beobachtung des Kindes zu sichern, kann die Sitzeinheit entgegen der Fahrtrichtung angebracht werden. Zur optimalen Lagerung des Kindes stehen Kopfstützen, Thorax- und/oder Spreizpelotten zur Verfügung. Die Sitzstellung ist leicht vom Schiebegriff aus, von aktiver Haltung bis hin zur Entlastungsstellung, einstellbar.

  • Stehgeräte

    Stehgeräte

    Im aufrechten Stand auf Entdeckungstour
    Wenn Kleinkinder in einem Alter von 10 bis 12 Monaten beginnen erstmals aufrecht zu stehen, ist das ein wunderschöner Augenblick für die Eltern, aber noch wichtiger, es ist ein immenser Fortschritt im Entwicklungsstadium eines jungen Menschen. Die Anregung des Knochenwachstums, die Weiterentwicklung von Gelenken und Muskulatur, die Förderung der kognitiven Wahrnehmung und die gesunde Entwicklung von Herz, Lunge und Verdauung sind die Folgen dieses Prozesses. Für behinderte Kinder, die häufig die aufrechte Position nicht erreichen oder halten können, gelten dieselben Prinzipien, d.h. man sollte in Rücksprache mit Arzt und Therapeut so früh wie möglich damit beginnen, die bestehenden Defizite mit Hilfe technischer Hilfsmittel wenigstens teilweise zu kompensieren.

    Hierbei werden wir von vier Arten Stehgeräten unterstützt:

    • fahrbare Stehständer
    • vertikale Stehständer
    • Bauchschrägliegebretter
    • Rückenschrägliegebretter


    Fahrbare Stehständer ähneln einem Rollstuhl mit zwei großen Antriebsrädern hinten, in dem das Kind sich stehend fortbewegen kann.

    Vertikale Stehständer sind ihrem Namen entsprechend vertikal aufgebaut und in Vor- oder Rücklage 30° einstellbar.

    Bauchschrägliegebrett. Hier wird das Kind in der Bauchlage positioniert und fixiert, um es dann kontinuierlich steigernd bis in den aufrechten Stand zu bringen.

    Rückenschrägliegebrett. Hier wird das Kind in der Rückenlage positioniert und fixiert, um es dann kontinuierlich steigernd bis in den aufrechten Stand zu bringen.

    Der dauerhafte Einsatz von Stehgeräten vermindert Spastiken der Beinmuskulatur, beugt Kontrakturen vor, stabilisiert den Kreislauf und unterstützt die Verdauung des kleinen Patienten.